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Trachten

Trachten

Auf dieser Seite wollen wir Sie über unsere Trachten informieren.

Wir sind im Besitz von zwei verschiedenen Trachten. Zum ersten ist dies der “Berner Mutz” für die Mannen und die “Berner Sonntags-Tracht” und die “Berner Gotthelfs-Tracht” für die Frauen.

Zum anderen ist dies die “Bärgbrünneli-Bluse” für alle Sängerinnen und Sänger.

Zuerst möchten wir Ihnen den “Berner Mutz” und die “Berner Sonntags- und Gotthelf-Tracht” vorstellen:

“Berner Mutz”

Berner Mutz
Der Berner Kühermutz ist die bekannteste Männertracht in der Schweiz. Zum Mutz werden ein schwarzer Trachtenhut und schwarze Hosen getragen. Auf der linken Brust ist das Logo vom Jodlerklub Bärgbrünneli eingestickt.

 

“Berner Sonntags-Tracht”

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Die bekannteste Frauen-Tracht in der Schweiz ist die Berner Sonntagstracht oder Festtagstracht, die seit ca. 1870 überliefert ist.
Seither wurde diese Tracht etwas abgeändert und angepasst. Das Kleid sowie der Schmuck werden noch heute in Handarbeit hergestellt.

 

“Berner Gotthelf-Tracht”

gotthelftracht
Die Gotthelftracht ist die am meist getragene Tracht in der Schweiz. Der Name verdankt sie den Illustrationen des Bauernmalers Albert Anker in den Gotthelfbüchern.
Früher war sie eine reine Arbeitstracht, heute kann man die Gotthelftracht zu jedem Anlass tragen; festlich, mit einer Seidenschürze, weniger festlich, mit einer Leinenschürze.
Mit der gestreiften Seidenschürze und der schönen Silberbrosche kann die Gotthelftracht zu den Sonntagstrachten gezählt werden.

 

Als zweites möchten wir Ihnen unsere “Bärgbrünneli-Bluse” (Fuhrmannsbluse) vorstellen:

“Bärgbrünneli-Bluse”

Bluse
Die blaue Burgunderbluse war früher die Bekleidung der Fuhrmannsleute. Deshalb verwendet man heute auch den Ausdruck «Fuhrmannsbluse».
Die Burgunderblusen gibt es in den Farben blau, rot oder schwarz, mit Edelweissmotiven verziert.
Wir nennen unsere Fuhrmannsbluse “Bärgbrünneli-Bluse” weil unser Edelweissmotiv exklusiv für uns entworfen wurde. Das Motiv ist unser Eigentum und ist in der Schweiz kein zweites Mal anzutreffen.

 

Herkunft der Berner Trachten

Obwohl unsere Tracht während allen Zeiten ihrer Entwicklung stark den herrschenden Modeströmungen unterworfen war, so finden wir in ihrer Entstehung doch ein echtes Stück Berner Geschichte. Die Bernertracht ist weit über die Kantonsgrenzen hinweg bekannt und beliebt, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sie sogar als Nationaltracht angesehen. Louise Witzig nennt die Bernertracht in ihrem Schweizer Trachtenbuch von 1954 «eine der berühmtesten und charaktervollsten unseres Landes.»
Um zu verstehen, wie die Bernertracht entstanden ist, müssen wir eine Zeitreise zum Beginn des 18. Jahrhunderts unternehmen. Es ist eine Zeit der Umwälzungen, in der unser Land nach einer neuen politischen Ordnung strebt. In diesem Wandel verlieren auch die alten Kleidermandate an Kraft und ermöglichen es der Landbevölkerung, die in den Städten herrschende Mode zu übernehmen und zu variieren.

Um die Mitte des 18. Jahrhunderts beginnt sich so die Bernertracht aus der damaligen Mode herauszuschälen: Die in der ersten Jahrhunderthälfte von Bürgersfrauen getragenen modischen Gewänder im Rokokostil sind in der zweiten Hälfte der Dekade an die Bäuerinnen übergegangen und wurden hier zur Tracht. Natürlich erfuhr die Tracht in den kommenden Jahrzehnten zahlreiche Veränderungen, kurze Taillen und Puffärmel in der Zeit des Empire, Reifröcke und lange, weite Ärmel zur Biedermeier- und Krinolinzeit, bis zum Knöchel reichende Röcke und lange Seidenschürzen am Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Landbevölkerung hielt aber zäher als die urbane Bevölkerung an Kleidersitten und Gewohnheiten fest. Dies führte dazu, dass die Tracht wesentliche Grundzüge bewahrt hat, ohne dabei den Geschmack der Zeit auszuklammern.
« D’Tracht isch Zeiche u Sinnbild vo däm, wo i dr Seel inne läbt. Sie söll üs mahne, was rächti Schwyzerart isch.»

Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Tracht immer seltener getragen wurde und mancherorts fast in Vergessenheit geriet, erfuhr sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert eine Renaissance. Bis heute ist die Freude an unserer Volkstracht ungebrochen, denn das Tragen der Tracht ist keine Maskerade oder Kostümierung, es ist, wie Rudolf von Tavel sagt, ein Bekenntnis zu unserer Eigenart, zur Verbundenheit mit Land und Leuten und zur Lebensfreude.

Mehrere Regionen des Kantons Bern haben ihre eigenen Trachten, das Bernbiet ist ein facettenreiches und vielfältiges Trachtengebiet in der Schweiz. Wir stellen im folgenden die Trachten kurz vor:

Festtagstracht: Sie ist auch unter dem Namen «schwarze Bernertracht» bekannt. Als eine der ältesten überlieferten Trachten hat sie seit 1880 keine wesentlichen Änderungen mehr erfahren. Der Name nimmt es bereits vorweg: Die Festtagstracht ist das Kleid für besondere und festliche Anlässe: Als Gast bei einer Hochzeit, als Ehrendame oder bei einer festlichen Veranstaltung. Als eine der bekanntesten Berner Trachten taucht sie auch in Volksliedern und Gedichten auf, dort wird die Pracht des glänzenden Silberschmuckes, aber auch die elegante Rosshaarhaube oder das leuchtende Weiss der Hemdbrust und weiten, kurzen Ärmel bewundert. Die schwarze Grundfarbe dieser Tracht ist in gänzlich positivem Sinne zu verstehen, auf dem schwarzen Grund kommen der Silberschmuck, die weisse Hemdbrust und die farbige Schürze besonders schön zur Geltung.

Gotthelftracht: Sie ist neben der schwarzen Tracht die beliebteste Berner Tracht, obwohl sie erst in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Als Vorlage dienten Gemälde von Albert Anker, welche der Künstler im Emmental als Illustrationen zu Gotthelfs Büchern angefertigt hat. Daher hat diese schlichte, aber dennoch feierliche Tracht ihren Namen. Im Gegensatz zur Festtagstracht gibt sich die Gotthelftracht bescheiden: Der einzige Schmuck ist eine Brosche aus Holz oder oxydiertem Silber. Das «Fürtuch» besteht aus Baumwolle statt aus Damast und als Kopfbedeckung ersetzt ein Strohhut die Haube. Ihre Beliebtheit verdankt diese Tracht auch der Tatsache, dass sie sowohl bei der Anschaffung als auch bei der Pflege weniger anspruchsvoll ist und zu fast jedem Anlass passt.

Männertrachten: Laut dem Berner Trachtenbuch von 1944 hat es eine ausgesprochene Männertracht nie gegeben, das Männerkleid war in der ganzen Schweiz ungefähr das gleiche. Geprägt wurde die Männerkleidung auch vom Militär, Teile von Uniformen haben immer wieder Eingang in die zivile Kleidung gefunden. Ein passendes Beispiel ist der Dreieckshut, auch Nebelspalter genannt. Eine spezielle Entwicklung hat es aber beim Sennenkleid gegeben, bedingt durch die besondere Arbeit und den Standesstolz. Der samtene Kühermutz, den wir heute Tragen, hat seine Wurzeln im Sennen- und Bauerntum. Neben dem Mutz ist die «Bchleidig» die typische Berner Männertracht, ein aus braunem oder schwarzem Halblein gefertigter Anzug mit gemusterter Weste und Filzhut.